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www.lgrb-bw.de | 25.09.2017
LANDESAMT FÜR GEOLOGIE, ROHSTOFFE UND BERGBAU

Sanierungsmaßnahmen in Staufen zur Einschränkung der Hebungsprozesse im Untergrund haben begonnen - Regierungspräsidium plant hierzu eine Informationsveranstaltung

Anfang November hat das Regierungspräsidium Freiburg, Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, zwei Erkundungsbohrungen und umfangreiche Begleituntersuchungen in Staufen abgeschlossen. Die gewonnenen Ergebnisse ergeben nun ein detailliertes Bild des Untergrunds. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse hat das Regierungspräsidium Freiburg Sanierungsmaßnahmen zur Begrenzung der Hebungsprozesse, durch die zahlreiche Gebäude in der Altstadt beschädigt wurden, festgelegt.

Als Sofortmaßnahme wurde eine Kombination von einer Grundwasserabsenkung aus der Erkundungsbohrung und einer nachträglichen Abdichtung der sieben Erdwärmesondenbohrungen eingeleitet. Die seit dem 4. November 2009 laufende Grundwasserabsenkung soll den Wasserspiegel unter das Niveau des quellfähigen Gebirgsabschnitts absenken. Die Firma „Keller Grundbau GmbH“ aus Renchen hat ein neuartiges Verfahren zur Einsatzreife entwickelt, um die Erdwärmesondenbohrungen nachträglich von innen abzudichten.

Die Fachleute des Regierungspräsidiums bereiten derzeit einen umfassenden Bericht für die Landesregierung vor. Das Regierungspräsidium plant außerdem eine Informationsveranstaltung, um die geologischen Erkundungsmaßnahmen und die auf dieser Grundlage erarbeiteten Sanierungsplanungen und Sanierungsarbeiten vorzustellen und zu erläutern. Auch externe Experten sollen hier einbezogen werden. Die Veranstaltung ist für Anfang 2010 geplant. Der genaue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

gez. Joachim Müller-Bremberger