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www.lgrb-bw.de | 16.10.2019

Ableitung satellitengestützter oberflächennaher Bodenparameter für die Acker- und Rebflächen sowie Ermittlung von Geländehöhenänderungen der Moorflächen in Baden-Württemberg (BopaBW)

Mit den Sentinel-Satellitendaten der Copernicus Mission stehen hochauflösende Daten der Erdoberfläche zur Verfügung. Die Daten werden im 5 bis 10 Tagerhythmus bei einer räumlichen Auflösung von 10 bis 20 m erhoben.
Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat zur Entwicklung und Implementierung von Copernicus-Diensten für den öffentlichen Bedarf in Deutschland ein gesondertes Förderprogramm aufgelegt.

In diesem Rahmen wird unter Leitung des LGRB das Verbundprojekt „Ableitung satellitengestützter oberflächennaher Bodenparameter für die Acker- und Rebflächen sowie Ermittlung von Geländehöhenänderungen der Moorflächen in Baden-Württemberg (BopaBW) durchgeführt.

Projektpartner:

Regierungspräsidium Freiburg, Abt. 9 Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB)
Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)
Helmholz-Zentrum Potsdam, Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ)
Laufzeit: Jan. 2018 – Dez. 2020


https://www.bgr.bund.de/DE/Themen/GG_Fernerkundung/Projekte/laufend/Multispektral/Boden-Stoffgehalte/BOPA_Baden_Wuerttemberg.html?nn=1551036

Gemeinsam werden Methoden zur Ableitung von oberflächennahen Bodendaten – z.B. für Humus-, Ton- und Steingehalte – aus Satellitenaufnahmen entwickelt. Zur Kalibrierung und Validierung stehen umfangreiche Daten der bodenkundlichen Landesaufnahme zur Verfügung, die durch hyperspektrale Messungen vor Ort und im Labor ergänzt werden (Ground Truth-Messungen). Ziel des Projekts ist es, aus den kostenfreien Daten der Erdbeobachtungssatelliten Sentinel-1 und Sentinel-2 der europäischen Copernicus Mission zusätzliche Bodeninformationen für Baden-Württemberg zu generieren. Mit Hilfe der Daten aus der Fernerkundung können künftig auch Veränderungen der Böden erfasst und ausgewertet werden.

Die durch Wasserregulierung induzierte Höhenveränderung von Mooroberflächen kann mit SAR-Interferometrie erfasst werden. Hierfür werden die Daten des BodenBewegungsDienstes der BGR (BBD) verwendet.

Anwendungspotenzial:

Die direkte Ergebnisverwertung zielt auf eine räumlich stärkere Auflösung und damit auf eine Qualitätssteigerung der vom LGRB erzeugten und landesweit zur Verfügung gestellten Bodenkarten sowie auf die darauf aufbauenden Fachauswertungen und -kulissen ab. Alle Bodenschutz-, Umwelt- und Landwirtschaftsverwaltungen in Baden-Württemberg sind potentielle Verwertungspartner.

Die Messstellen und die Methode zur Feststellung der Höhenveränderung von Mooroberflächen können in Moor-Monitoringprogramme integriert werden.

Ansprechpartner
Dr. Frank Waldmann
Telefon: 0761/208-3157