Loading ...
www.lgrb-bw.de | 09.07.2020

04/03 Mittelstarkes Erdbeben erschüttert große Teile Baden-Württembergs

FREIBURG. Ein Beben der Stärke 4,4 auf der Richterskala hat am Samstagnachmittag (22.3.2003) gegen 14:36 Uhr weite Teile Baden-Württembergs erschüttert. Das Epizentrum des wenige Sekunden dauernden Bebens lag nach Angaben des Landeserdbebendienstes bei Albstadt-Ebingen im Zollernalbkreis. „Das Beben steht nicht in direktem ursächlichen Zusammenhang mit dem Erdbeben vor vier Wochen in den Vogesen“, urteilt Dr. Wolfgang Brüstle, Seismologe beim Landeserdbebendienst in Freiburg. Bei dem gestrigen Beben handele es sich jedoch um das stärkste Erdbeben seit 25 Jahren mit Zentrum in Baden-Württemberg. Dem Hauptbeben am Samstagnachmittag waren einige schwache Nachbeben gefolgt.

Das Beben war im Umkreis von rund 75 Kilometern um Albstadt und somit auch in der Landeshauptstadt Stuttgart zu spüren. „Beben in der Zollernalbregion sind nicht außergewöhnlich“, so Seismologe Brüstle. In der seit 100 Jahren seismisch aktiven Region ereignete sich 1978 ein Beben der Stäke 5,7, das erhebliche Sachschäden verursachte. Eine Schwächezone, die in fünf bis zehn Kilometern Tiefe unter der Zollernalb von Albstadt in Richtung Tübingen läuft, macht diese Gegend besonders erdbebenanfällig. Beben der Stärke 2 bis 3 kommen in Baden-Württemberg nach Angaben des Landeserdbebendienstes mehrmals im Jahr vor.

Der Landeserdbebendienst, der beim Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg (LGRB) angesiedelt ist, betreibt zur Überwachung des Landes 30 hochempfindliche Messstationen. Erdbeben lassen sich trotz hochsensibler Messgeräte noch immer nicht vorhersagen. Wichtig ist, sich durch erdbebensichere Bauweise vor Schäden zu schützen.

Aktuelle Messergebnisse von lokalen und weltweiten Erdbeben sind unter http://www.lgrb.uni-freiburg.de abrufbar.


Ansprechpartnerin für die Presse:
Christine Mittelbach
Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg
Albertstraße 5
79104 Freiburg
Tel. 0761-204-4460
Fax: 0761-204-4438
E-Mail: mittelbach@grb.uni-freiburg.de